SEO und Google
Eine der wichtigsten Neuerungen bei google ist die Suggest-Funktion, die im Oktober auch auf die deutschen
Suchergebnisseiten losgelassen wurde. Seit März hatte es Google-Suggest in Deutschland nur auf der Google.de
Startseite gegeben.
Suggest heißt so viel wie Vorschlagen. Und das trifft es auch sehr gut. Während des Eintippens der Suchbegriffe
macht Google permanent Vorschläge, die bei Gefallen ausgewählt und aufgerufen werden können. Welche Auswirkungen hat Google-Suggest auf das Nutzerverhalten? Suggest bedeutet auch suggerieren = beeinflussen, manipulieren, einreden. Google nimmt damit Einfluss auf das Suchverhalten – so stark wie vielleicht noch nie zuvor.
Domains, die bei trafficstarken Keywords als einer der ersten Vorschläge angezeigt werden, sind seit der Aktivierung von
Suggest im Vergleich zu den Wettbewerbern deutlich bevorteilt und legen bei den Besucherzahlen deutlich zu.
Die Auswirkungen gehen aber noch weiter: Die Suche wird durch Suggest schon vor der Suchanfrage beeinflusst,
da die Eingabe der Suchbegriffe durch Suggest ‘gesteuert’ wird. Es entsteht eine Art ‘Keyword-Zensur’. Es kann
passieren, dass aus 100 verschiedenen Such-Phrasen auf einmal nur noch 10 Keywords werden, die dann natürlich umso stärker umkämpft sind. Das wirkt sich bei kurzen Suchbegriffen stärker aus als bei langen Suchphrasen.
Es sind drei Bereiche, die denkbare Veränderungen durch Google Suggest erleiden dürften:
- Die Vielfalt der Suchbegriffe wird eingeschränkt durch die Vorgabe von vermeintlich besseren Suchbegriffen.
- Die Reihenfolge der Suchbegriffe dürfte kaum betroffen sein, wohl aber die Reihenfolge dem Hauptsuchbegriff folgenden Suchbegriffe. Das hat Einfluss auf die komplette Phrase.
- Länge dr Phrasen: Hier ist der Einfluss noch nicht abschätzbar. Es können durch die Vorschläge entweder längere oder aber eher kürzere, da prägnantere Phrasen entstehen.





