Suchmaschinen-Marketing oder warum es wichtig ist, Informationen in Social Media Kanäle einzuspeisen
Egal ob Sie im Internet präsent sind oder nicht, Ihre Kunden sind online. Immer mehr Internetbenutzer verbringen einen großen Teil ihrer Online-Zeit auf Social Media Seiten. Entweder, um Netzwerke zu knüpfen, oder einfach, um sich zu informieren. Informationen sind ein wesentlicher Bestandteil des Internets und darum auch von Social Media. Unbestritten ist, dass mehr und mehr Menschen mehr und mehr Information über Social Sites bekommen.
Der Sinn von Suchmaschinen ist es, im Netz verfügbare Informationen für den Nutzer auffindbar und somit sichtbar zu machen. Damit ist klar, dass Suchmaschinenbetreiber Inhalte von Social Media – Aktivitäten, seien es Kurznachrichten von Twitter, Profile auf sozialen Plattformen wie Facebook, LinkedIn oder Xing oder auch die Blog’s nicht unberücksichtigt lassen können. Die großen Suchmaschinen ( Google, Bing, Yahoo!) haben reagiert und neben den Social Sites und Blogs nun auch Twitter in die Suche aufgenommen und indizieren die Inhalte.
Es ist bekannt, dass Optimierung von Websites für die Suchmaschinen wichtig für das Markteing im Internet ist. Die Techniken dazu werden in allen Facetten hinreichend diskutiert. Vernachlässigt wird dabei oft, dass Informationen, die gefunden werden sollen, auch produziert werden müssen! Die Kanäle der Social Networks sind dazu hervorragend geeignet. Dabei ist es eigentlich unerheblich, ob die User der Zielgruppe, die erreicht werden soll, selbst Teil dieser sozialen Netzwerke sind, also selbst Twittern oder einen Facebook-Account haben. Die ins soziale Netz eingespeiste Information erreicht sie auch so – über die Suchmaschinen!
Optimiertes Suchmaschinenmarketing
Der Internet-Dienstleisters Netcraft (Bath, England) misst seit 1995 das Wachstum des Webs. Netcraft kommt Ende Oktober auf über 233 Millionen Websites. Allein im letzten Jahr kamen etwa 63 Millionen neue Websites dazu, davon im Oktober 4.3 Millionen. Zu Beginn der Netcraft-Messungen im August 1995 lag die Zahl der Internetpräsenzen bei 18.000 Websites.
Die rasante Zunahme hat Einfluss auf die Suchergebnisse in Suchmaschinen. weiterlesen »
Perfekt gemacht – Bloggen für einen Kalender
Im Druckerei-Blog wurde eine perfekte Social Media Marketing – Aktion gestartet.
Als etablierte Druckerei kennen wir die Bedürfnisse von Businesskunden und wissen auch, dass die Felder der Kalendertage entsprechend groß sein müssen, um kurze Notizen lesbar eintragen zu können. Oft haben Wandkalender das Problem, dass man sie kaum mit dem Stift beschriften kann. Dafür ist oft das Papier zu fein. Für die Größe und die gute Beschriftung halten wir eine Lösung bereit. Wir verteilen Wandkalender 2010 an jeden Leser, jeden Kunden und jeden neuen Follower bei Twitter, der an unserer Aktion teilnimmt.
Aber auch für Blogs hält die Druckerei ein Goodie bereit:
Diesen klasse Wandkalender in der Größe 1000 x 700 Millimeter in stilistischer Anlehnung an den Microblogging-Dienst Twitter kann jeder Teilnehmer bei der Aktion erhalten. Alles was man dafür tun muss ist einen Blogbeitrag im eigenen Blog zu veröffentlichen und darin über die Aktion zu berichten.
Ich berichte gern über diese Aktion. Sie ist ein Beispiel für den perfekten Einsatz sozialer Medien wie Twitter oder die Blogger-Szene. Und: Der Kalender interessiert mich natürlich auch
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Twittern oder nicht
OptimusPrimus.de stellt in einem lesenswerten Beitrag die Frage: Twittern oder nicht?
Unter dem Gesichtspunkt ‘Kundengewinnung’ ist die Frage heute nicht eindeutig zu beantworten. Glaubt man – und das ist wirklich eine Glaubensfrage, da es keine gesicherten Zahlen gibt – diversen Studien, so werden heute nur etwa 1% umsatzrelevanter Kundenkontakte durch ‘Social Media Marketing’ (was immer das heißt) über Twitter generiert, während weitaus höhere Quoten über Facebook u.a. erreicht werden. Vergleicht man den zeitlichen Aufwand, den ein gepflegter Twitter-Account erfordert, mit anderen Kanälen, gibt es nur den Schluss: Abwarten, beobachten und bereit sein.
Twitter als Marketing-Instrument
OptimusPrimus.de stellt die Frage: Twittern oder nicht? unter dem Gesichtspunkt ‘Kundengewinnung’. Bitte dem Titel-Link folgen!
Twitter-COO kündigt faszinierende Werbung an
Twitter-COO Dick Costolo kündigte in einem Interview mit TechCrunch an, dass Twitter schon bald ins Werbegeschäft einsteigen werde. Zur Art der Werbung sagte er nur: ” Es wird faszinierend sein. Nicht traditionell. Und die Leute werden es lieben … Es wird wirklich cool”. Bereits im September änderte Twitter die AGB, um Werbung zu erlauben.
Die Ankündigung erfolgt zu einer Zeit, in der die Zahl der Twitter-Nutzer rückläufig zu sein scheint. eMarketer berichtet, dass der Traffic auf Twitter.com im Herbst 2009 rückläufig ist. Nielsen gibt für den Zeitraum September – Oktober einen Rückgang um 27,8% von 26,6 Mio Unique Visitors auf 18,9 Mio an. Compete misst für den gleichen Zeitraum einen Rückgang um 2,1% (von 23,5 auf 23 Mio), ComScore einen Rückgang um 8,1% (von 29,9 Mio auf 19,2 Mio). Auffällig wie immer sind die stark differierenden Zahlen.
eMarketer führt die unterschiedlichen Zahlen auf die verschiedenen Erhebungsmethoden zurück, bemerkt aber, dass die Zahlen nach dem rasanten Wachstum im Sommer rückläufig seien. Verschiedene Daten deuten allerdings darauf hin, dass die Nutzung von Plattformen anderer Anbieter und der Einsatz mobiler Geräte für den sinkenden Traffic auf Twitter.com verantwortlich sein können. So sollen im November nur 30% der Tweets direkt über Twitter abgesetzt worden sein. eMarketer schätzt, dass Ende 2009 18 Mio US-Bürger Twitter nutzen werden und erwartet für 2010 einen Anstig auf 26 Mio US-Nutzer.

Regionales Suchmaschinenmarketing
Rund 90% aller Internetnutzer nutzen bei der Suche die Google, ein großer Teil des Traffic erzielen die meisten Websites über Google. Dementsprechend wichtig ist die Darstellung der Treffer auf der Ergebnisseite, der sogenannten SERP.
Bis zur Einführung der ‘Universal Search’ war das Leben leicht. Die Resultate von Google erhielten organische Resultate(‘natural listing’) und Anzeigen (‘paid links’), die schön über die Seite verteilt wurden. Die ‘paid links’ standen oben rechts, und die ersten zehn organischen Resultate standen an die linke Seite. Beim Nutzerverhalten, gemessen durch ‘Eyetracking’ führte diese Darstellung zum ‘goldenen Dreieck’.
Der Nutzer betrachtete in erster Linie einen Bereich in der linken oberen Ecke der SERP. Die restlichen Bereiche der Seite wurden eher nicht beachtet. Dieses ‘goldene Dreieck’ war die Ursache für das Rennen um die Spitzenplätze auf der SERP.

‘Golden Triangle’, Ergebnis einer Eye Tracking Untersuchung von 2005 (Quelle: Enquiro, Did-it und Eyetools).
Mit Einführung von ‘Google Universal Search’ werden die klassische organische Resultate zusammen mit Bildern, Videos, Google Maps und Information aus Google Base dargestellt. Die SERP entspricht so eher einer Portalseite, die verschiedene Produkte von Google kombiniert. Eine typische Google-Seite sieht so heute so aus:

In einer neuen Studie untersuchte usability.de, wie sich die Veränderungen durch die Google Universal Search auf die Wahrnehmung der Suchergebnisseite auswirkt. Dafür wurde eine Eye Tracking Untersuchung mit 30 Probanden im hauseigenen Usability-Labor durchgeführt. Eine ‘Heatmap’ aus der Studie zeigt das veränderte Nutzungsverhalten.
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‘Heatmap’, Die Branchenergebnisse neben der Karte erfahren die meiste Aufmerksamkeit (Quelle: usability.de).
Die Folgen für dieses veränderte Nutzerverhalten sind für das Suchmaschinmarketing (SEM) und die Suchmaschinenoptimierung (SEO) gravierend. Wie die ‘Heatmap’ zeigt, springen die Probanden direkt zu den Branchenergebnissen neben der Karte (blau umrandet), obwohl die Karte hier das erste Resultat der SERP ist. Folgende Dinge fallen auf:
- Der Karte selbst wird keine Beachtung geschenkt.
- Die neben der Karte angezeigten maximal 10 Branchenergebnisse erzielen – verglichen mit den organischen Ergebnissen weiter unten – sehr viel Aufmerksamkeit.
- Die Ergebnisse direkt unterhalb der Branchenergebnisse werden stark beachtet.
- Die bezahlten Suchergebnisse (‘Google Adwords’) werden wenig bis garnicht beachtet
Der Anteil der der Suchergebnisse mit eingebundenen Universal Search Ergebnissen steigt stetig. Obwohl keine genauen Zahlen vorliegen, kann man von einem Anteil von rund 25% ausgehen. Die Qualität Universal Search Ergebnisse – und hier besonders der Branchenergebnisse schwankt regional stark. Die Zuordnung dieser Ergebnisse erfolgt aufgrund einer regionalen Zuordnung der IP-Adresse, über die man sich gerade ins Netz einwählt.
Das führt mitunter zu kuriosen Ergebnissen, z. B. dann, wenn der Einwahlpunkt nicht in den Zentren direkt, sondern in kleinen Orten in der Nähe der Zentren liegt. Oft werden dann die Ergebnisse dieser Orte angezeigt, obwohl ber der Suche der Name des Oberzentrums eingegeben wurde.
Dennoch steht fest, dass die Branchenergebnisse im regionalen Suchmaschinenmarketing zukünftig eine, wenn nicht die entscheidende Rolle spielen werden. Generiert werden diese Ergebnisse über das ‘Google Branchencenter’, einem kostenlosen Service.
Wie funktioniert denn nun das Google Branchencenter?
Goggle selbst gibt dazu wenig Hinweise. Der Nutzer ist auf die Angaben im Center selbst angewiesen. Wie man einen Eintrag im Google Branchenverzeichnis durchführt, ist im Grunde recht einfach und wird in der Hilfe auch ganz gut erklärt. Andere Fragen, die die meisten Nutzer jedoch brennend interessieren, werden allerdings nicht erklärt:
- Nach welchen Kriterien werden die Einträge zusammengestellt?
- Welche Möglichkeiten bestehen, die Reihenfolge aktiv zu beeinflussen?
- Welche Möglichkeiten zur Optimierung des Eintrags im Google Branchencenter gibt es?
Obwohl niemand etwas wirklich gesichertes sagen kann, kursieren im Netz diverse Auflistungen mit Kriterien, das Ranking innerhalb der Branchenergebnisse zu verbessern z. B. OMblog.de, seo-blog.at.
Auf seo-strategie.de ist eine Fallstudie Suchmaschinenoptimierung für Google Maps / Universal Search vorgestellt. Es wird die Frage
Wie macht man Suchmaschinenoptimierung für Google Maps, so dass man über die Universal Search für seine Keywords in Verbindung mit dem Stadtnamen auf der ersten Ergebnisseite steht?
für einen Spezialfall beantwortet.
Folgende Punkte erscheinen mir für eine Optimierung des Eintrages relevant, die Einträge sollten allerdings erst nach der Annahme des Eintrags durch Google erfolgen:
- Firmenname – z.B. echter Firmenname + Stadt – eintragen
- vollständige Firmenadresse eintragen
- Angaben wie Öffnungszeiten und Zahlungsmöglichkeiten sind hilfreich
- Bilder und Videos ebenfalls
- 200 Zeichen für eine Beschreibung sinnvoll nutzen, lesbarer Text!
- Kategorien sogfältig aussuchen
- Die Möglichkeit zum Ausdrucken von Gutscheinen nutzen (wenn sinnvoll)
- Firmenadresse in gleicher Schreibweise z.B. im Footer der Webseite angeben
- Telefonnummer mit Ortskennziffer z.B. im Footer der Webseite angeben
- Firmenadresse in gleicher Schreibweise bei mehreren örtlichen Branchenverzeichnissen anmelden
Natürlich kommen alle ‘normalen’ Maßnahmen zur Optimierung der Website hinzu, die das Ranking in den SERP verbessern.
Fast unmerklich aber kontinuierlich schraubt Google am Design und an der Funktionalität der Suchmaske und den Suchergebnisseiten herum. Seit kurzem gibt es auch auf den deutschen Ergebnisseiten die Möglichkeit, weitere Optionen anzuzeigen. Hier kann der Anwender die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien sortieren. Das wird die Suchergebnisse und folglich davon die Klickraten ganz schön durcheinanderwirbeln. Und die nächsten Features stehen schon in der Warteschlange.
Google: Trend zu anwenderoptimierten SERP
Seit kurzem gibt es auch auf den deutschen Ergebnisseiten die Möglichkeit, weitere Optionen anzuzeigen. Hier kann der Anwender die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien sortieren. Das wirbelt die Suchergebnisse und folglich auch die Klickraten bzw. den Traffic einzelner Webseiten ganz schön durcheinander. Und die nächsten Änderungen stehen schon in der Warteschlange.
Google arbeitet weiter am Design und an den Funktionen der Ergebnisseite, fast unmerklich und im Hintergrund. In den USA werden offensichtlich schon weitere Features getestet. Google bietet dort ein Seitenvorschau in den Suchergebnissen an.

‘Die Option ‘Seitenvorschau’ auf US-amerikanischen SERP.
Aber auch der Footer hat sich verändert. Es sind die Funktionen ‘Add a result – See all my SearchWiki notes – See all notes for this SearchWiki – Learn more’ hinzugekommen:

Der Footer auf US-amerikanischen SERP.

Der Footer auf deutschen SERP.
Und es ist eine neue Suchoption hinzugekommen. Unter Optionen ist der Punkt ‘Social’ zu finden. Google kann bei Suchergebnissen nun auch Blogs, Twitter-Feeds und Fotosammlungen von Freunden und Kontakten einbeziehen. Google selbst schreibt dazu:
Google Social Search is an experimental feature that helps you find relevant public web content from people in your social circle, when you’re signed in to your Google Account. For example, search for [ restaurants ], and restaurant reviews by your friends and other contacts may appear more prominently in your results.
‘Social Search’ wird intensiv getestet, Google hat dazu auf der Ergebnisseite unter ‘Experiment: Social Search’ eine aufwändige Nutzerumfrage implementiert. Noch ist Google Social Search ein Experiment, dürfte aber langfristig dazu dienen, die Suchergebnisse von Google relevanter für die Nutzer zu machen.
Man braucht, um ‘Social Search’ zu nutzen, einen Google-Account und man muss einige Informationen in seinem Google-Profil hinterlassen. Das schränkt den Kreis der Nutzer schon sehr ein. Aber der Trend geht eindeutig in Richtung ‘Anwender-Optimierte Suchergebnisse’. Wie sich das auf die SEO-Branche auswirkt, bleibt abzuwarten.
Twitter-Zahlen: Stochern im Dunklen?
Nach langer skeptischer Beobachtungsphase habe ich mich vor einiger Zeit zur aktiven Twitter-Nutzung entschlossen. Mich interessierte nun, wen ich mit Twitter überhaupt erreiche. Es soll ja nicht Selbstzweck sein, sondern mir
- interessante Informationen zugänglich machen (die ich bisher über Suchmaschinen fand) und
- neue geschäftliche Kontakte verschaffen.
Also recherchierte ich die Twitter-Reichweite im Web. Um es gleich vorweg zu sagen: Ich habe wenige bis keine wirklich belastbaren Daten im Netz gefunden. Das liegt u.a. daran, dass fast alle Daten, die veröffentlicht werden, nicht repräsentativ sind. Spiegel online schreibt dazu:
… es mangelt an verlässlichen Daten zur Internet-Nutzung und Internet-Demografie. Wie schwierig es ist, an die zu kommen, zeigen die Versuche von PR-Agenturen, New-Media-Beratern und etablierten Marktforschungsinstituten, die gefühlte Wichtigkeit von Twitter mit Zahlen zu untermauern.
Eine verlässliche Datenquelle wären Online-Panels. Solche Online-Panels sind teuer und aufwendig. Die einzigen mir bekannten Studien, die auf Online-Panels beruhen, sind die von Nielsen.
Das Wachstum von Twitter
Mich interessieren in erster Linie (zumindest für neue geschäftliche Kontakte) deutsche Nutzer, da ich nicht international tätig bin. Diese Zahlen wurden im September 2009 in der F.A.Z. ineinem Artikel über deutsche Twitter-User veröffentlicht, der sich wohl auf eine Nielsen-Studie stützt. Auf diese Zahlen bezogen ergibt sich folgendes Bild:
| Monat | Besucher/Monat |
| April | 970.000 |
| Mai | 1.380.000 |
| Juni | 1.810.000 |
| Juli | 1.990.000 |
| August | 2.360.000 |
Gleichzeitig schreibt die F.A.Z. folgendes:
Nach Berechnungen von Google Trends für Websites sind in Deutschland jeden Tag etwa 55.000 Menschen auf Twitter.com aktiv.
Hier die dazu passenden aktuelle Grafik von Google Trends für Websites:

Tatsächlich kann man der Grafik entnehmen, dass im August etwas mehr als 50.000 deutsche Besuche auf twitter.com unterwegs waren. Nehmen wir an, es waren im August etwa 52.000 User/Tag, dann kommen wir auf 52.000 User x 30 Tage = 1.560.000 User/Monat. Das sind etwa 800.000 User weniger, als von Nielsen angegeben. Eine erste Erklärung wäre, dass ein Teil der Twitter-Nutzer Twitter als Feed oder über andere Tools nutzen. Aber hierzu heißt es mit Bezug auf die Nielsen-Studie:
Nicht gemessen werden die Nutzer, die eine Twitter-Applikation wie Tweetdeck nutzen. Nach Schätzungen setzt etwa die Hälfte der Twitter-Nutzer eine solche Applikation ein, um Twitter bequemer bedienen zu können.
Der “Netzökonom” Holger Schmidt geht auf den Widerspruch nicht näher ein. Eine Erklärung findet man beim ‘werbeblogger’. Dort heißt es zu google ‘Trends’:
Wer sich mit einem Google-Konto einloggt, erhält dann auch Zugriffszahlen in der Y-Achse des Charts. Dort allerdings stimmen im Vergleich zu unseren Google-Analytics-Daten die Zahlen nur noch im Trend, aber nicht absolut; die bei Google-Trends nach Login ausgewiesenen Zugriffszahlen kann man locker verdoppeln.
SISTRIX hat zwei interessante Beiträge veröffentlicht: Einen über das Twitter-Wachstum und einen zweiten über die Twitter-Nutzung. Interessant vor allem deshalb, weil er die Daten dazu mühevoll über die Twitter-API erhoben hat. Die Daten sind sehr umfassend, aber aufgrund der Methode der Erhebung auch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet.
Ich habe die von SITRIX erhobenen Zahlen etwas anders ausgewertet und die monatlichen Zuwächse aufsummiert und zusammen mit den kumulierten Daten dargestellt.

In der Auswertung von SISTRIX wird die absolute Anzahl der Accounts mit dem relativen Anteil der aktiven Accounts dargestellt. Es werden sinkende Zahlen für aktive Nutzer bei steigenden Accounts beschrieben. Dieser Trend müsste sich – wenn die Zahlen richtig sind – auch in einem Vergleich des Accountwachstums mit den Google Visitors ergeben. In der Grafik sind diese Zahlenreihen gegenübergestellt, wobei folgendes beachtet werden muss: Dem Rat vom ‘werbeblogger’ folgend habe ich die Google-Daten ‘locker verdoppelt’. Die SISTRIX-Daten habe ich wegen der besseren Darstellbarkeit kurzerhand durch drei dividiert, da mir nur eine qualitative Darstellung wichtig war.

In dieser Grafik lässt sich der schon von SISTRIX beschriebene Trend sehr schön zeigen: Bis etwa 03/09 hinkten die Accounts den Visitors proportional hinterher. Ab diesem Zeitpunkt dreht sich das Verhältnis um und die Zahl der Accounts steigt überproportional an, während die Zahl der Zugriffe stagniert. Ein sicheres Zeichen dafür, dass ab diesem Zeitpunkt viele Accounts weder aktiv noch passiv genutzt werden.
Die Twitter-Nutzung
Auch liegt ein ähnlicher Trend vor. Im SISTRIX-Blog heißt es dazu:
Hatte sich der Wert bis vor wenigen Monaten bei rund 15 Tweets pro Account und Monat eingependelt, ist er in den letzten Monaten des rasanten Account-Wachstums stark zurückgegangen und geht aktuell gegen 5. In den Kommentaren des letzten Postings wird die geringe Nutzung der neuen Accounts damit erklärt, dass diese möglicherweise eher passiv, also als reiner Leseaccount genutzt werden. Ist von außen schwer zu sagen, diese Zahlen hat wohl nur Twitter.
Ich gehe hier einen Schritt weiter. Nach meiner Meinung belegt der rein qualitative Vergleich Accounts vs. Google bereits, dass eine große Anzahl vonn Accounts garnicht genutzt wird.
Rund 60 Prozent der Nutzer kehren Twitter also bereits einen Monat nach Registrierung den Rücken, so ermittelt das auch Nielsen. Andere Social-Media-Dienste, wie etwa das MySpace, erreichten zu einem vergleichbaren Entwicklungsstand eine doppelt so hohe Bindungsrate. Was heißt das nun in absoluten Zahlen für deutsche Accounts?
Nach den web evangelisten waren im August 2009 ca. 220.000 deutschsprachige Accounts bei Twitter.com registriert. Folgt man einer sehr umfangreichen Studie von sysomos vom Juni 2009, so posten 85,3 Prozent der Nutzer weniger als ein Update pro Tag, 21 Prozent haben überhaupt noch nie einen Tweet abgesetzt. Bricht man diese Zahlen auf den deutschsprachigen Raum herunter, so bedeutet das im Umkehrschluss: Nur 15 % der Nutzer sind wirklich aktive Nutzer oder nur 33.000 der deutschsprachigen Accounts wird tatsächlich genutzt. Die ‘web evangelisten’ gehen von 174.000 aktiven deutschsprachigen Accounts aus, wobei ‘aktiv’ dabei dejenige ist, der mehr als einen Tweet im Monat absetzt. Ich bezweifle, dass solche Nutzer in der Lage sind, Twitter außer als zur Unterhaltung sinnvoll zu nutzen.
Interessant ist die Zsammensetzung nach Altersgruppen (Quelle: Nielsen)
| Age | Group Unique Audience |
Composition % |
| 2 – 17 | 250.000 | 3.6 |
| 18 – 24 | ** | ** |
| 25 – 34 | 1.379.000 | 19.6 |
| 35 – 49 | 2.935.000 | 41.7 |
| 55+ | 1.165.000 | 16.6 |
| 65+ | 477.000 | 6.8 |
Das stimmt doch zuversichtlich. Es sind die Altersgruppen am stärksten vertreten, in denen sich Entscheider befinden.
Kunden im Focus der Guerilla
Guerillas verkaufen an Individuen. Sie möchten Ihre Produkte an bestimmte Personen verkaufen – Kunde für Kunde. Ihr Marketing ist persönlich, maßgeschneidert und sehr werbewirksam.
Jay Conrad Levinson, Das Guerille Marketing Handbuch
Auf Massenwerbung ausgerichtete Kampagnen sind deshalb niemals Guerilla-Marketing-Maßnahmen. Guerilla-Marketing setzt auf Individualität und das zeigt sich letztlich auch in den angewendeten Maßnahmen.
Kreativität und auch die Unabhängigkeit von einem bestimmten Werbeträger sind typische Merkmale der Marketing Kampagnen des Guerilla Marketings. Eine Guerilla Marketing in Reinform ist eine Aktion der Heilsarmee (!) in den USA. Hier wurde Guerilla Marketing in seiner ursprünglichen Definition betrieben: Maximale Wirkung bei minimalen Kosten. Freiwillige waren in Portland unterwegs und benutzten schmutzige Autoscheiben, Badezimmerspiegel, Schaufenster, u. s. w. für ihre Werbebotschaft: Logo und Website der Heilsarmee verbunden mit einem Spendenaufruf. Die Message ist klar: Die Heilsarmee verwendet Spendengelder ausschließlich zur Hilfe Bedürftiger – nicht für Marketingmaßnahmen.
Die Agentur komm.passion sprühte hundertfach den Spruch “Montag ist Reistag” im Auftrag von Uncle Ben’s auf die Gehwege in Köln, Berlin, München, Hamburg und Bremen. Die weltoffene Karnevalshochburg Köln versteht aber keinen Spaß: Das Ordnungsamt der Stadt Köln leitete ein Bußgeldverfahren wegen Verschmutzung des öffentlichen Raums ein. Bei solchen Guerilla-Aktionen kann eine Absprache mit dem Anwalt Ihres Vertrauens nicht schaden. Überweisen Sie dann Ihr Budget ans Ordnungsamt und erhalten die Aufmerksamkeit nicht nur der Öffentlichkeit, sondern vielleicht auch noch einen Bericht in Tageszeitung oder/und Anzeigenblatt. Informieren Sie diese kurz vorher, damit ein Redakteur ein Foto von der außergewöhnlichen Aktion machen kann. Das sollten Sie auch selbst tun und dieses Foto mit pfiffiger Pressemitteilung an alle Medien Ihrer Region senden. Auch die Online-Medien bedenken und gegebenenfalls in regionalen Foren selbst etwas einstellen. via Koblenzer Marketing Guerilla
Auch Mundpropaganda ist ein großes Wort im Bereich des Guerilla Marketings. Der potentielle Kunde wird dadurch eher unbewusst beeinflusst und so zum tatsächlichen Kunden. Der Vorteil bei diesen oft unkonventionellen Marketing – Methoden ist das vergleichsweise kleine Budget mit dem sie notfalls durchgeführt werden können. Dadurch eignen sie sich auch für kleine und mittelständische Unternehmen mit eher begrenztem Budget für Marketing Maßnahmen.





