Liegt die Zukunft der SEO in lokaler Suche und Social Media Optimization?
Zusammenfassung
Alle relevanten Suchmaschinen haben sich die Optimierung des Anwendernutzens auf die Fahne geschrieben. Sie geben den Anwendern viele Werkzeuge an die Hand, um Suchergebnisse individuell anzupassen. Das hat zur Folge, dass organische Suchergebnisse, so wie man sie früher kannte, nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. SEO verlagert sich zunehmend in den Bereich Social Media und lokales Suchmaschinenmarketing.
Entwicklung der Marktanteile
Der einzige Zweck einer Suchmaschinen ist es, den Nutzern dabei zu helfen, das zu finden, was sie im Netz suchen. Liefert eine Suchmaschine zu den eingegebenen Suchbegriffen keine qualitativ hochwertigen und relevanten Ergebnisse, ist sie schnell ‘out’ und verliert Marktanteile.
Nur wer seine Suche und die Ergebnisseiten ständig optimiert, wird sich auf Dauer halten können. Die Entwicklung der Marktanteile auf dem globalen Suchmaschninenmarkt zeigt das: Neben Google (Marktanteil mehr als 85 %), yahoo (6.29%) , Bing (3.27%) und der auf den chinesischen Markt ausgrichteten Suchmaschine Baidu (2.81%) sind alle anderen Suchmaschinen praktisch bedeutungslos (Quelle: marketshare.hitslink.com).
Noch deutlicher fallen Googles Marktanteile aus, wenn man den deutschen Markt betrachtet, wo Baidu naturgemäß keine Rolle spielt, T-Online aber traditionell einen kleinen Marktanteil hält. Hier liegt Google bei etwa 90%, vor yahoo, Bing und T-Online, die zwischen 2 und 3 % liegen.
Was macht Google so erfolgreich?
Entscheidend scheint mir zu sein, dass es Google sehr gut schafft, sich schnell an Marktanforderungen anzupassen. Das in Verbindung mit der oft kritisierten Sammlung von Nutzerdaten und die Daten über das Nutzungsverhalten. Kaum jemand anderes weiß so gut wie Google, was die Leute im Netz machen und wollen. Wie das funktioniert hat Google in den letzten Jahren eindruckvoll bewiesen. Die Liste der Features unter dem Stichwort ‘Universal Search’ ist lang.
- Begriffe, die auf einen nahen Verwandtschaftsgrad zum eigentlichen Suchbegriff hindeuten, werden in die Suchergebnisse einbezogen.
- Die lokale Suche wird durch Einblendung einer ‘Local-One-Box’ stärker betont.
- Integration von Google-News.
- Integration von Videos.
- Blog-Ergebnisse werden innerhalb der regulären SERP angezeigt.
- Google bietet Text-Snippets auf den Ergebnisseiten mehr Platz.
- Vom Anwender öfter besuchte Seiten rutschen in der Ergebnisliste nach vorn.
- Einführung der Optionen-Sidebar. Hier kann der Anwender die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien sortieren.
- Aufnahme der Bildersuche als One-Box innerhalb der SERP.
- Twitter-Statusmeldungen werden in die SERP aufgenommen.
Die Änderungen führen allerdings dazu, dass die Suchergebnisseiten in letzter Zeit zunehmend inkonsistenter wurden. Es lässte sich nicht mehr vorhersehen, wie und in welcher Form die Ergebnisse nach der Eingabe eines Suchbegriffes präsentiert werden. Eingeblendete ‘One-Boxes’ ohne feste und wiederkehrende Positionierung, eingestreute Bilder und Videos führen zu einer unübersichtlichen Darstellung. Rund 100 interne und externe Links werden heute auf der Ergebnisseite angeboten. Vorbei die Zeiten, in denen auf der ersten Seite 10 Links zu den 10 Top-Suchergebnissen angeboten wurden.
Aber auch darauf hat Google eine Antwort: Google testet nun die Einführung einer ‘Permanet Sidebar’. Das ist nichts anderes als ein ein dauerhaftes 3-Spaltenlayout. Diese muss im Gegensatz zu den Search Options nicht extra aktiviert werden und soll dem Anwender dabei helfen, die Ergebnisse noch feiner anzupassen.

An solche SERP wird man sich gewöhnen müssen
Diese immer angezeigte Sidebar bietet dem Anwender eine große Anzahl von Möglichkeiten, die Suchergebnisse zu verfeinern. Das enspricht dem Anspruch Googles, die Suchergebnisse für den Anwender zu optimieren und den Anwendernutzen deutlich zu steigern.
Die Kehrseite der Medaille trifft den SEO-Markt
Ob die immer noch geltenden Ranking-Algorithmen das Ranking in den SERP noch entscheidend beeinflussen wird, bleibt abzuwarten. Bietet man dem Benutzer eine größere Auswahl an Werkzeugen, um seine Ergebnisse fortschreitend anzupassen, spielen die organischen Ergebnisse eine immer untergeordnetere Rolle, da Treffer systematisch unterdrückt werden können. Das stellt die SEO vor völlig neue Herausfoderungen.
Für lokal operierende Unternehmen bietet sich mit einer Suchmaschinenoptimierung für ‘Local Search’ eine gute Möglichkeit, die Suchergebnisse weiterhin aktiv und kontrolliert zu beeinflussen. Das in Zukunft besonders deshalb, weil Google offensichtlich Präsenz von Branchenverzeichnissen schmälern will. Sistrix verzeichnet im aktuellen Indexwatch Verlierer: » Eine weitere Auffälligkeit ist sicherlich die große Anzahl an Branchenverzeichnissen, Telefonbüchern und verwandten Projekten.« Der Verfasser kann sich gut vorstellen, dass »es auch für die verbleibenden Seiten in diesem Sektor dieses Jahr schwieriger wird – Google will nicht nur Suchmaschine sein, sondern möglichst alle Zwischenstationen zwischen Suchvorgang und Ziel ausschalten. Und dazu gehören nunmal auch Telefon- & Branchenverzeichnisse.«
Social Media Optimierung als Weg für die Zukunft
Alle Suchmaschinen haben mehr und mehr Elemente von Social Media in ihre Interfaces eingegliedert. Beispiele hierfür sind Googles und Bings Verträge mit Twitter und Facebook, Yahoos neues Twitter-Fenster und Googles Social Search Labor.
Die Suchmaschinen reagieren damit auf die Tatsache, dass viele Internetnutzer einen großen Teil ihrer Zeit auf Social-Media-Seiten verbringen, um Informationen zu suchen, mit anderen Usern zu kommunizieren und zu diskutieren. Es ist also klar, dass die Suchmaschinen daran teilhaben wollen und die Inhalte in den Sozialen Medien (Blogs, Twitter Facebook, Xing u. a.) indizieren. Will man dies nutzen, ist es evident, dass man in diese Medien entsprechende Informationen einspeisen muss und an der Kommunikation innerhalb dieser Medien teilnimmt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Zielgruppe direkten Zugriff auf die Informationen hat. Der Großteil davon wird diese Information durch eine Suche finden, ganz gleich ob sie Teil einer bestimmten Community sind oder nicht. Es geht um Sichtbarkeit. Wenn Sie irgendwo im Netz über ein relevantes Thema diskutieren, könnte das in den Sucheregebnissen erscheinen und das nicht nur in der Echtzeitsuche, sondern auch später. Das Web vergisst nichts.
Landing-Page gewinnt an Bedeutung
Eine aktuelle Studie des BVDW zeigt, dass eine optimierte ‘Landing-Page’ unbedingt notwendig ist. ‘Landing-Pages’ sind die Seiten, auf die der Anwender nach Anklicken eines Suchergebnisses gelangt. » War in den letzten Jahren ausschließlich das Suchmaschinen-Marketing bestimmendes Element zur Steigerung des Abverkaufs im Internet, so haben viele Online-Händler erkannt, dass sich die Conversion Rate nur zusammen mit einer optimierten Landing-Page steigern lässt. Natürlich spielen auch der Preis und der Zahlungsablauf eine entscheidende Rolle«, sagt Achim Himmelreich (Mücke Sturm | Company GmbH), Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce im BVDW. Welche Fehler man dabei unbedingt vermeiden soll, zeigt Torsten Hubert in der Serie Die 7 größen Konversionskiller auf Landing-Pages.
SEO in Zeiten personalisierter SERP’s
In mehreren Beiträgen im M wie Marketing-Blog habe ich dargestellt, wie Google kontinuierlich am Design und an der Funktionalität der Suchmaske und den Suchergebnisseiten herumschraubt. Seit Google am Freitag in seinem Blog bekannt gab, dass der Suchmaschinenbetreiber ab sofort auch die Suchergebnisse von nicht angemeldeten Nutzern personalisiert, ist ein weiterer Schritt in nutzeroptimierte und subjektive SERP gegangen worden.
Datenschützer melden Bedenken an
Datenschützer haben bereits ihre Bedenken gegen die Änderung angemeldet. “Der springende Punkt ist, dass Google jetzt auch Suchergebnisse jener User verfolgt, die sich bisher in keinen Google-Account eingeloggt haben”, sagte Marc Rotenberg, Direktor der Datenschutzorganisation Electronic Privacy Information Center (EPIC). weiterlesen »
Suchmaschinenmarketing durch Suchwortanzeigen
Unter Suchwortanzeigen beziehungsweise Keyword-Advertising versteht man die Platzierung von bezahlten Anzeigen, die auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen (SERP) im Kontext zu vorher festlelegten Suchbegriffen eingeblendet werden. Der bekannteste und erfolgreichste Ansatz für diese Art von Suchmaschinenmarketing (SEM) sind über Google AdWords platzierte Anzeigen.
Bei Suchwortanzeigen über Google AdWords gilt es einiges zu beachten. Im Grunde ist diese Art von Werbung nicht allzu kostspielig, da Sie nur dann zahlen, wenn ein Nutzer auf Ihre Anzeige klickt, nicht für die Anzeigenschaltung. Aber die Kosten per Klick (CPC) sind stark abhängig von den Suchbegriffen, in deren Kontext die Anzeigen eingeblendet werden und von der angestrebten Position innerhalb der Anzeigenleiste.
Bei beliebten Suchworten sind die Top-Position oft sehr teuer. Für den Suchbegriff ‘Rechtschutzversicherung’ betragen die CPC für die Positionen 1 bis 3 etwa 4,50 €. Benutzen Sie die andere Schreibweise ‘Rechtsschutzversicherung’ zahlen Sie für die gleiche Position etwa 30 Eurocent weniger. Ein weniger begehrter Suchbegriff wie z.B. ‘Tischlermeister’ bringt es auf rund 50 Eurocent CPC bei gleicher Positionierung.
Kosten und Nutzen müssen stimmen
Viele Unternehmen wollen aus Imagegründen an den vorderen Positionen der bezahlten Anzeigen gelistet werden. Die Frage der Rentabilität wird dabei oft vernachlässigt. Oft rechnen sich hintere Positionen besser. Bei ‘Rechtschutzversicherung’ betragen die CPC bei Plätzen 4 bis 6 nur etwa 2 €. Auch rechnen sich seltene Suchbegriffe besser. Freuen Sie sich, wenn Sie Suchworte gefunden haben, die Ihre Mitbewerber noch nicht entdeckt haben.
Eine Abschätzung Kosten/Nutzen, d.h. CPC gegen Umsatzsteigerung ist natürlich schwierig. Hier ist eine genaue Beobachtung Ihrer Mitbewerber bei der Festlegung geeigneter Suchbegriffe unumgänglich. Schauen Sie, welche Stichworte Ihre Mitbewerber gebucht haben. Externe Dienstleister können hier weiterhelfen.
Sie haben einen oder mehrere passende Suchbegriffe gefunden? Und das zu vertretbaren Kosten? Gut, damit ist der ein wichtiger, aber eben nur ein Teil der Kampagne angestoßen. Was passiert, wenn der Besucher Ihre Anzeige anklickt? Wo ‘landet’ Ihr potenzieller Kunde dann? Auf der Startseite Ihrer Internetpräsenz? Eine ganz schlechte Lösung!
Erfolg nur bei guter Landung
Potenzielle Kunden, die über eine Anzeige auf eine Website kommen, wollen nicht einfach die Startseite sehen. Sie erwarten ein Angebot, dass ihren Erwartungen, also den eingegebenen Suchbegriffen entspricht. Jeder Besucher, der zwar Ihre Anzeige angeklickt, dann aber die Seite verlassen hat, ist ein Verlust. Bieten Sie den Besuchern eine spezielle, auf den jeweiligen Suchbegriff abgestimmte Seite, eine sogenannte ‘Landingpage’ an. Gestalten Sie die Landingpage so, dass ein Interessent sofort findet, was er erwartet.
Wenn Sie mit anreißerischen Texten die Klickrate Ihrer Anzeigen erhöhen, dann aber nicht das anbieten, was sich ein Besucher verspricht, ist er wieder weg. Es gibt viele Meinungen (und viele Mythen), wie gute Landing-Pages funktionieren sollen. Die Optimierung der ‘Landingpage’ ist eines der wichtigsten Themen bei der Planung und Durchführung einer Keyword-Advertising-Kampagne und spielen nach einer vom BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft Deutschland e.V.) veröffentlichte Umfrage die wichtigste Rolle beim Vertrieb über das Internet.
Ein wichtiges Element einer optimierten ‘Landingpage’ ist vor allem, dass der Schlüsselbegriff auf dieser Seite sofort wiedergefunden und damit das Versprechen der Anzeige direkt eingelöst wird. Außerdem muss dem Besucher klar sein, was er jetzt tun muss (oder sollte).
Social Media und lokales Suchmaschinenmarketing
Die Algorithmen der Lokalen Suche bei allen großen Suchmaschinen sind inzwischen ausgefeilt, wenn nicht sogar ausgereizt. Die Nutzer der Suchmaschinen haben die Vorteile dieser Art der Suche erkannt und adaptiert. Wenn es so gut funktioniert, wie es den Anschein hat, haben die Suchmaschinen kaum ein Interesse daran, diese Art der Suche zu verfeinern.
Es ist nun nicht so, dass lokal agierende Unternehmen und Dienstleister die Nutzung dieser Möglichkeiten (Google Branchencenter) vernachlässigen sollten. Das Gegenteil weiterlesen »
Suchmaschinen-Marketing oder warum es wichtig ist, Informationen in Social Media Kanäle einzuspeisen
Egal ob Sie im Internet präsent sind oder nicht, Ihre Kunden sind online. Immer mehr Internetbenutzer verbringen einen großen Teil ihrer Online-Zeit auf Social Media Seiten. Entweder, um Netzwerke zu knüpfen, oder einfach, um sich zu informieren. Informationen sind ein wesentlicher Bestandteil des Internets und darum auch von Social Media. Unbestritten ist, dass mehr und mehr Menschen mehr und mehr Information über Social Sites bekommen.
Der Sinn von Suchmaschinen ist es, im Netz verfügbare Informationen für den Nutzer auffindbar und somit sichtbar zu machen. Damit ist klar, dass Suchmaschinenbetreiber Inhalte von Social Media – Aktivitäten, seien es Kurznachrichten von Twitter, Profile auf sozialen Plattformen wie Facebook, LinkedIn oder Xing oder auch die Blog’s nicht unberücksichtigt lassen können. Die großen Suchmaschinen ( Google, Bing, Yahoo!) haben reagiert und neben den Social Sites und Blogs nun auch Twitter in die Suche aufgenommen und indizieren die Inhalte.
Es ist bekannt, dass Optimierung von Websites für die Suchmaschinen wichtig für das Markteing im Internet ist. Die Techniken dazu werden in allen Facetten hinreichend diskutiert. Vernachlässigt wird dabei oft, dass Informationen, die gefunden werden sollen, auch produziert werden müssen! Die Kanäle der Social Networks sind dazu hervorragend geeignet. Dabei ist es eigentlich unerheblich, ob die User der Zielgruppe, die erreicht werden soll, selbst Teil dieser sozialen Netzwerke sind, also selbst Twittern oder einen Facebook-Account haben. Die ins soziale Netz eingespeiste Information erreicht sie auch so – über die Suchmaschinen!
Optimiertes Suchmaschinenmarketing
Der Internet-Dienstleisters Netcraft (Bath, England) misst seit 1995 das Wachstum des Webs. Netcraft kommt Ende Oktober auf über 233 Millionen Websites. Allein im letzten Jahr kamen etwa 63 Millionen neue Websites dazu, davon im Oktober 4.3 Millionen. Zu Beginn der Netcraft-Messungen im August 1995 lag die Zahl der Internetpräsenzen bei 18.000 Websites.
Die rasante Zunahme hat Einfluss auf die Suchergebnisse in Suchmaschinen. weiterlesen »
Regionales Suchmaschinenmarketing
Rund 90% aller Internetnutzer nutzen bei der Suche die Google, ein großer Teil des Traffic erzielen die meisten Websites über Google. Dementsprechend wichtig ist die Darstellung der Treffer auf der Ergebnisseite, der sogenannten SERP.
Bis zur Einführung der ‘Universal Search’ war das Leben leicht. Die Resultate von Google erhielten organische Resultate(‘natural listing’) und Anzeigen (‘paid links’), die schön über die Seite verteilt wurden. Die ‘paid links’ standen oben rechts, und die ersten zehn organischen Resultate standen an die linke Seite. Beim Nutzerverhalten, gemessen durch ‘Eyetracking’ führte diese Darstellung zum ‘goldenen Dreieck’.
Der Nutzer betrachtete in erster Linie einen Bereich in der linken oberen Ecke der SERP. Die restlichen Bereiche der Seite wurden eher nicht beachtet. Dieses ‘goldene Dreieck’ war die Ursache für das Rennen um die Spitzenplätze auf der SERP.

‘Golden Triangle’, Ergebnis einer Eye Tracking Untersuchung von 2005 (Quelle: Enquiro, Did-it und Eyetools).
Mit Einführung von ‘Google Universal Search’ werden die klassische organische Resultate zusammen mit Bildern, Videos, Google Maps und Information aus Google Base dargestellt. Die SERP entspricht so eher einer Portalseite, die verschiedene Produkte von Google kombiniert. Eine typische Google-Seite sieht so heute so aus:

In einer neuen Studie untersuchte usability.de, wie sich die Veränderungen durch die Google Universal Search auf die Wahrnehmung der Suchergebnisseite auswirkt. Dafür wurde eine Eye Tracking Untersuchung mit 30 Probanden im hauseigenen Usability-Labor durchgeführt. Eine ‘Heatmap’ aus der Studie zeigt das veränderte Nutzungsverhalten.
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‘Heatmap’, Die Branchenergebnisse neben der Karte erfahren die meiste Aufmerksamkeit (Quelle: usability.de).
Die Folgen für dieses veränderte Nutzerverhalten sind für das Suchmaschinmarketing (SEM) und die Suchmaschinenoptimierung (SEO) gravierend. Wie die ‘Heatmap’ zeigt, springen die Probanden direkt zu den Branchenergebnissen neben der Karte (blau umrandet), obwohl die Karte hier das erste Resultat der SERP ist. Folgende Dinge fallen auf:
- Der Karte selbst wird keine Beachtung geschenkt.
- Die neben der Karte angezeigten maximal 10 Branchenergebnisse erzielen – verglichen mit den organischen Ergebnissen weiter unten – sehr viel Aufmerksamkeit.
- Die Ergebnisse direkt unterhalb der Branchenergebnisse werden stark beachtet.
- Die bezahlten Suchergebnisse (‘Google Adwords’) werden wenig bis garnicht beachtet
Der Anteil der der Suchergebnisse mit eingebundenen Universal Search Ergebnissen steigt stetig. Obwohl keine genauen Zahlen vorliegen, kann man von einem Anteil von rund 25% ausgehen. Die Qualität Universal Search Ergebnisse – und hier besonders der Branchenergebnisse schwankt regional stark. Die Zuordnung dieser Ergebnisse erfolgt aufgrund einer regionalen Zuordnung der IP-Adresse, über die man sich gerade ins Netz einwählt.
Das führt mitunter zu kuriosen Ergebnissen, z. B. dann, wenn der Einwahlpunkt nicht in den Zentren direkt, sondern in kleinen Orten in der Nähe der Zentren liegt. Oft werden dann die Ergebnisse dieser Orte angezeigt, obwohl ber der Suche der Name des Oberzentrums eingegeben wurde.
Dennoch steht fest, dass die Branchenergebnisse im regionalen Suchmaschinenmarketing zukünftig eine, wenn nicht die entscheidende Rolle spielen werden. Generiert werden diese Ergebnisse über das ‘Google Branchencenter’, einem kostenlosen Service.
Wie funktioniert denn nun das Google Branchencenter?
Goggle selbst gibt dazu wenig Hinweise. Der Nutzer ist auf die Angaben im Center selbst angewiesen. Wie man einen Eintrag im Google Branchenverzeichnis durchführt, ist im Grunde recht einfach und wird in der Hilfe auch ganz gut erklärt. Andere Fragen, die die meisten Nutzer jedoch brennend interessieren, werden allerdings nicht erklärt:
- Nach welchen Kriterien werden die Einträge zusammengestellt?
- Welche Möglichkeiten bestehen, die Reihenfolge aktiv zu beeinflussen?
- Welche Möglichkeiten zur Optimierung des Eintrags im Google Branchencenter gibt es?
Obwohl niemand etwas wirklich gesichertes sagen kann, kursieren im Netz diverse Auflistungen mit Kriterien, das Ranking innerhalb der Branchenergebnisse zu verbessern z. B. OMblog.de, seo-blog.at.
Auf seo-strategie.de ist eine Fallstudie Suchmaschinenoptimierung für Google Maps / Universal Search vorgestellt. Es wird die Frage
Wie macht man Suchmaschinenoptimierung für Google Maps, so dass man über die Universal Search für seine Keywords in Verbindung mit dem Stadtnamen auf der ersten Ergebnisseite steht?
für einen Spezialfall beantwortet.
Folgende Punkte erscheinen mir für eine Optimierung des Eintrages relevant, die Einträge sollten allerdings erst nach der Annahme des Eintrags durch Google erfolgen:
- Firmenname – z.B. echter Firmenname + Stadt – eintragen
- vollständige Firmenadresse eintragen
- Angaben wie Öffnungszeiten und Zahlungsmöglichkeiten sind hilfreich
- Bilder und Videos ebenfalls
- 200 Zeichen für eine Beschreibung sinnvoll nutzen, lesbarer Text!
- Kategorien sogfältig aussuchen
- Die Möglichkeit zum Ausdrucken von Gutscheinen nutzen (wenn sinnvoll)
- Firmenadresse in gleicher Schreibweise z.B. im Footer der Webseite angeben
- Telefonnummer mit Ortskennziffer z.B. im Footer der Webseite angeben
- Firmenadresse in gleicher Schreibweise bei mehreren örtlichen Branchenverzeichnissen anmelden
Natürlich kommen alle ‘normalen’ Maßnahmen zur Optimierung der Website hinzu, die das Ranking in den SERP verbessern.
Fast unmerklich aber kontinuierlich schraubt Google am Design und an der Funktionalität der Suchmaske und den Suchergebnisseiten herum. Seit kurzem gibt es auch auf den deutschen Ergebnisseiten die Möglichkeit, weitere Optionen anzuzeigen. Hier kann der Anwender die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien sortieren. Das wird die Suchergebnisse und folglich davon die Klickraten ganz schön durcheinanderwirbeln. Und die nächsten Features stehen schon in der Warteschlange.
Google: Trend zu anwenderoptimierten SERP
Seit kurzem gibt es auch auf den deutschen Ergebnisseiten die Möglichkeit, weitere Optionen anzuzeigen. Hier kann der Anwender die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien sortieren. Das wirbelt die Suchergebnisse und folglich auch die Klickraten bzw. den Traffic einzelner Webseiten ganz schön durcheinander. Und die nächsten Änderungen stehen schon in der Warteschlange.
Google arbeitet weiter am Design und an den Funktionen der Ergebnisseite, fast unmerklich und im Hintergrund. In den USA werden offensichtlich schon weitere Features getestet. Google bietet dort ein Seitenvorschau in den Suchergebnissen an.

‘Die Option ‘Seitenvorschau’ auf US-amerikanischen SERP.
Aber auch der Footer hat sich verändert. Es sind die Funktionen ‘Add a result – See all my SearchWiki notes – See all notes for this SearchWiki – Learn more’ hinzugekommen:

Der Footer auf US-amerikanischen SERP.

Der Footer auf deutschen SERP.
Und es ist eine neue Suchoption hinzugekommen. Unter Optionen ist der Punkt ‘Social’ zu finden. Google kann bei Suchergebnissen nun auch Blogs, Twitter-Feeds und Fotosammlungen von Freunden und Kontakten einbeziehen. Google selbst schreibt dazu:
Google Social Search is an experimental feature that helps you find relevant public web content from people in your social circle, when you’re signed in to your Google Account. For example, search for [ restaurants ], and restaurant reviews by your friends and other contacts may appear more prominently in your results.
‘Social Search’ wird intensiv getestet, Google hat dazu auf der Ergebnisseite unter ‘Experiment: Social Search’ eine aufwändige Nutzerumfrage implementiert. Noch ist Google Social Search ein Experiment, dürfte aber langfristig dazu dienen, die Suchergebnisse von Google relevanter für die Nutzer zu machen.
Man braucht, um ‘Social Search’ zu nutzen, einen Google-Account und man muss einige Informationen in seinem Google-Profil hinterlassen. Das schränkt den Kreis der Nutzer schon sehr ein. Aber der Trend geht eindeutig in Richtung ‘Anwender-Optimierte Suchergebnisse’. Wie sich das auf die SEO-Branche auswirkt, bleibt abzuwarten.
Twitter-Zahlen: Stochern im Dunklen?
Nach langer skeptischer Beobachtungsphase habe ich mich vor einiger Zeit zur aktiven Twitter-Nutzung entschlossen. Mich interessierte nun, wen ich mit Twitter überhaupt erreiche. Es soll ja nicht Selbstzweck sein, sondern mir
- interessante Informationen zugänglich machen (die ich bisher über Suchmaschinen fand) und
- neue geschäftliche Kontakte verschaffen.
Also recherchierte ich die Twitter-Reichweite im Web. Um es gleich vorweg zu sagen: Ich habe wenige bis keine wirklich belastbaren Daten im Netz gefunden. Das liegt u.a. daran, dass fast alle Daten, die veröffentlicht werden, nicht repräsentativ sind. Spiegel online schreibt dazu:
… es mangelt an verlässlichen Daten zur Internet-Nutzung und Internet-Demografie. Wie schwierig es ist, an die zu kommen, zeigen die Versuche von PR-Agenturen, New-Media-Beratern und etablierten Marktforschungsinstituten, die gefühlte Wichtigkeit von Twitter mit Zahlen zu untermauern.
Eine verlässliche Datenquelle wären Online-Panels. Solche Online-Panels sind teuer und aufwendig. Die einzigen mir bekannten Studien, die auf Online-Panels beruhen, sind die von Nielsen.
Das Wachstum von Twitter
Mich interessieren in erster Linie (zumindest für neue geschäftliche Kontakte) deutsche Nutzer, da ich nicht international tätig bin. Diese Zahlen wurden im September 2009 in der F.A.Z. ineinem Artikel über deutsche Twitter-User veröffentlicht, der sich wohl auf eine Nielsen-Studie stützt. Auf diese Zahlen bezogen ergibt sich folgendes Bild:
| Monat | Besucher/Monat |
| April | 970.000 |
| Mai | 1.380.000 |
| Juni | 1.810.000 |
| Juli | 1.990.000 |
| August | 2.360.000 |
Gleichzeitig schreibt die F.A.Z. folgendes:
Nach Berechnungen von Google Trends für Websites sind in Deutschland jeden Tag etwa 55.000 Menschen auf Twitter.com aktiv.
Hier die dazu passenden aktuelle Grafik von Google Trends für Websites:

Tatsächlich kann man der Grafik entnehmen, dass im August etwas mehr als 50.000 deutsche Besuche auf twitter.com unterwegs waren. Nehmen wir an, es waren im August etwa 52.000 User/Tag, dann kommen wir auf 52.000 User x 30 Tage = 1.560.000 User/Monat. Das sind etwa 800.000 User weniger, als von Nielsen angegeben. Eine erste Erklärung wäre, dass ein Teil der Twitter-Nutzer Twitter als Feed oder über andere Tools nutzen. Aber hierzu heißt es mit Bezug auf die Nielsen-Studie:
Nicht gemessen werden die Nutzer, die eine Twitter-Applikation wie Tweetdeck nutzen. Nach Schätzungen setzt etwa die Hälfte der Twitter-Nutzer eine solche Applikation ein, um Twitter bequemer bedienen zu können.
Der “Netzökonom” Holger Schmidt geht auf den Widerspruch nicht näher ein. Eine Erklärung findet man beim ‘werbeblogger’. Dort heißt es zu google ‘Trends’:
Wer sich mit einem Google-Konto einloggt, erhält dann auch Zugriffszahlen in der Y-Achse des Charts. Dort allerdings stimmen im Vergleich zu unseren Google-Analytics-Daten die Zahlen nur noch im Trend, aber nicht absolut; die bei Google-Trends nach Login ausgewiesenen Zugriffszahlen kann man locker verdoppeln.
SISTRIX hat zwei interessante Beiträge veröffentlicht: Einen über das Twitter-Wachstum und einen zweiten über die Twitter-Nutzung. Interessant vor allem deshalb, weil er die Daten dazu mühevoll über die Twitter-API erhoben hat. Die Daten sind sehr umfassend, aber aufgrund der Methode der Erhebung auch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet.
Ich habe die von SITRIX erhobenen Zahlen etwas anders ausgewertet und die monatlichen Zuwächse aufsummiert und zusammen mit den kumulierten Daten dargestellt.

In der Auswertung von SISTRIX wird die absolute Anzahl der Accounts mit dem relativen Anteil der aktiven Accounts dargestellt. Es werden sinkende Zahlen für aktive Nutzer bei steigenden Accounts beschrieben. Dieser Trend müsste sich – wenn die Zahlen richtig sind – auch in einem Vergleich des Accountwachstums mit den Google Visitors ergeben. In der Grafik sind diese Zahlenreihen gegenübergestellt, wobei folgendes beachtet werden muss: Dem Rat vom ‘werbeblogger’ folgend habe ich die Google-Daten ‘locker verdoppelt’. Die SISTRIX-Daten habe ich wegen der besseren Darstellbarkeit kurzerhand durch drei dividiert, da mir nur eine qualitative Darstellung wichtig war.

In dieser Grafik lässt sich der schon von SISTRIX beschriebene Trend sehr schön zeigen: Bis etwa 03/09 hinkten die Accounts den Visitors proportional hinterher. Ab diesem Zeitpunkt dreht sich das Verhältnis um und die Zahl der Accounts steigt überproportional an, während die Zahl der Zugriffe stagniert. Ein sicheres Zeichen dafür, dass ab diesem Zeitpunkt viele Accounts weder aktiv noch passiv genutzt werden.
Die Twitter-Nutzung
Auch liegt ein ähnlicher Trend vor. Im SISTRIX-Blog heißt es dazu:
Hatte sich der Wert bis vor wenigen Monaten bei rund 15 Tweets pro Account und Monat eingependelt, ist er in den letzten Monaten des rasanten Account-Wachstums stark zurückgegangen und geht aktuell gegen 5. In den Kommentaren des letzten Postings wird die geringe Nutzung der neuen Accounts damit erklärt, dass diese möglicherweise eher passiv, also als reiner Leseaccount genutzt werden. Ist von außen schwer zu sagen, diese Zahlen hat wohl nur Twitter.
Ich gehe hier einen Schritt weiter. Nach meiner Meinung belegt der rein qualitative Vergleich Accounts vs. Google bereits, dass eine große Anzahl vonn Accounts garnicht genutzt wird.
Rund 60 Prozent der Nutzer kehren Twitter also bereits einen Monat nach Registrierung den Rücken, so ermittelt das auch Nielsen. Andere Social-Media-Dienste, wie etwa das MySpace, erreichten zu einem vergleichbaren Entwicklungsstand eine doppelt so hohe Bindungsrate. Was heißt das nun in absoluten Zahlen für deutsche Accounts?
Nach den web evangelisten waren im August 2009 ca. 220.000 deutschsprachige Accounts bei Twitter.com registriert. Folgt man einer sehr umfangreichen Studie von sysomos vom Juni 2009, so posten 85,3 Prozent der Nutzer weniger als ein Update pro Tag, 21 Prozent haben überhaupt noch nie einen Tweet abgesetzt. Bricht man diese Zahlen auf den deutschsprachigen Raum herunter, so bedeutet das im Umkehrschluss: Nur 15 % der Nutzer sind wirklich aktive Nutzer oder nur 33.000 der deutschsprachigen Accounts wird tatsächlich genutzt. Die ‘web evangelisten’ gehen von 174.000 aktiven deutschsprachigen Accounts aus, wobei ‘aktiv’ dabei dejenige ist, der mehr als einen Tweet im Monat absetzt. Ich bezweifle, dass solche Nutzer in der Lage sind, Twitter außer als zur Unterhaltung sinnvoll zu nutzen.
Interessant ist die Zsammensetzung nach Altersgruppen (Quelle: Nielsen)
| Age | Group Unique Audience |
Composition % |
| 2 – 17 | 250.000 | 3.6 |
| 18 – 24 | ** | ** |
| 25 – 34 | 1.379.000 | 19.6 |
| 35 – 49 | 2.935.000 | 41.7 |
| 55+ | 1.165.000 | 16.6 |
| 65+ | 477.000 | 6.8 |
Das stimmt doch zuversichtlich. Es sind die Altersgruppen am stärksten vertreten, in denen sich Entscheider befinden.
Kunden im Focus der Guerilla
Guerillas verkaufen an Individuen. Sie möchten Ihre Produkte an bestimmte Personen verkaufen – Kunde für Kunde. Ihr Marketing ist persönlich, maßgeschneidert und sehr werbewirksam.
Jay Conrad Levinson, Das Guerille Marketing Handbuch
Auf Massenwerbung ausgerichtete Kampagnen sind deshalb niemals Guerilla-Marketing-Maßnahmen. Guerilla-Marketing setzt auf Individualität und das zeigt sich letztlich auch in den angewendeten Maßnahmen.
Kreativität und auch die Unabhängigkeit von einem bestimmten Werbeträger sind typische Merkmale der Marketing Kampagnen des Guerilla Marketings. Eine Guerilla Marketing in Reinform ist eine Aktion der Heilsarmee (!) in den USA. Hier wurde Guerilla Marketing in seiner ursprünglichen Definition betrieben: Maximale Wirkung bei minimalen Kosten. Freiwillige waren in Portland unterwegs und benutzten schmutzige Autoscheiben, Badezimmerspiegel, Schaufenster, u. s. w. für ihre Werbebotschaft: Logo und Website der Heilsarmee verbunden mit einem Spendenaufruf. Die Message ist klar: Die Heilsarmee verwendet Spendengelder ausschließlich zur Hilfe Bedürftiger – nicht für Marketingmaßnahmen.
Die Agentur komm.passion sprühte hundertfach den Spruch “Montag ist Reistag” im Auftrag von Uncle Ben’s auf die Gehwege in Köln, Berlin, München, Hamburg und Bremen. Die weltoffene Karnevalshochburg Köln versteht aber keinen Spaß: Das Ordnungsamt der Stadt Köln leitete ein Bußgeldverfahren wegen Verschmutzung des öffentlichen Raums ein. Bei solchen Guerilla-Aktionen kann eine Absprache mit dem Anwalt Ihres Vertrauens nicht schaden. Überweisen Sie dann Ihr Budget ans Ordnungsamt und erhalten die Aufmerksamkeit nicht nur der Öffentlichkeit, sondern vielleicht auch noch einen Bericht in Tageszeitung oder/und Anzeigenblatt. Informieren Sie diese kurz vorher, damit ein Redakteur ein Foto von der außergewöhnlichen Aktion machen kann. Das sollten Sie auch selbst tun und dieses Foto mit pfiffiger Pressemitteilung an alle Medien Ihrer Region senden. Auch die Online-Medien bedenken und gegebenenfalls in regionalen Foren selbst etwas einstellen. via Koblenzer Marketing Guerilla
Auch Mundpropaganda ist ein großes Wort im Bereich des Guerilla Marketings. Der potentielle Kunde wird dadurch eher unbewusst beeinflusst und so zum tatsächlichen Kunden. Der Vorteil bei diesen oft unkonventionellen Marketing – Methoden ist das vergleichsweise kleine Budget mit dem sie notfalls durchgeführt werden können. Dadurch eignen sie sich auch für kleine und mittelständische Unternehmen mit eher begrenztem Budget für Marketing Maßnahmen.





