Es wird viel geredet, aber wenig getan: Social Media in deutschen Unternehmen.

Es herrscht Nachholbedarf
Ein Viertel der in der Studie befragten Unternehmen plant immerhin, Social Media im laufenden Jahr einzusetzen. Auch beim Monitoring herrscht Nacholbedarf. Nur etwa 40 Prozent verfolgen die Kommentare über ihr Unternehmen, wissen also, was ihre Kunden denken und in den sozialen Netzwerken über sie veröffentlicht wird. Interessant ist, dass gerade die kleineren Unternehmen im Social Web aktiver sind als die großen Unternehmen, die zusätzlich auch den größten Nachholbedarf im Monitoring haben.
Thorsten Schwarz von Absolit stellt einem Teil der Unternehmen ein denkbar schlechtes Zeugnis aus: »Jedes zehnte Unternehmen ist im Social Web aktiv, ohne zu wissen, worum es dabei geht. Dieser blinde Aktionismus ist wie fahren ohne Führerschein.«
Newsletter in Zeiten des Mobile Internet
Mobilität ist der nächste große Trend im Internet. In sechs Jahren wird der Großteil der Internetnutzung nicht mehr auf dem Personal Computer stattfinden, sondern auf dem Handy. Die Zukunft ist das drahtlose Internet, damit die Menschen es überall und jederzeit Nutzen können.
Jerry Yang, Yahoo Gründer, 2006
Kürzlich wurde an gleicher Stelle über das oft totgesagte E-Mail-Marketing berichtet. Heute möchte ich an dieser Stelle einige Anmerkungen über E-Mail-Marketing durch Newsletter in Zeiten des Mobile Internet hinzufügen.
Nach einer Studie vom IfD Allensbach, veröffentlicht u.a. auf statistica.com, erhalten mehr als 72 % der deutschen Internet-User bis zu 5 Newsletter regelmäßig, 20% der Befragten beziehen bis zu 10 Newsletter. In dem Beitrag Neues kommt – E-Mail bleibt hatte ich darauf hingewiesen, dass eine zunehmende Zahl von Internetnutzern ein mobiles Gerät (smartphone, BlackBerry, iPhone, etc…) verwendet, um das eigene Postfach zu nutzen. Laut einer Studie von Gartner werden im Jahre 2010 rund 350 Millionen Anwender ihre
E-Mails sowohl geschäftlich als auch privat mobil nutzen.
Websites können mit Hilfe spezieller Designs auf Touchscreen-Geräte wie Apples iPhone oder Android-Handys, die über einen modernen Browser verfügen, angepasst werden. Aber auch für ‘normale’ Mobiltelefone besteht die Möglichkeit einer Anpassung der Darstellung, allerdings mit deutlich weniger Funktionen.
Für Newsletter, die heute noch als reine Textnewsletter versandt werden, stellt sich die Frage einer Anpassung nicht. Sie werden als ‘normale’ E-Mails behandelt. Wie sieht es jedoch mit HTML-Newslettern aus? Die am weitesten verbreitete Auflösung bei Mobiltelefonen ist QVGA, also 240 x 320 Pixel. Diese sollte man als Referenzgröße und kleinsten gemeinsamen Nenner bei Konzeption und Design besonders im Auge behalten. Es gibt aber auch deutlich höhere Auflösungen. So bietet zum Beispiel das iPhone eine Auflösung von 320 x 480 Pixel. Außerdem ist zu bedenken, dass fast jedes Gerät auch im Landscape-Mode (Querformat) genutzt werden kann. Einige Blackberrys arbeiten von Haus aus im Querformat – ein flexibles, elastisches Design ohne fixe Breiten passt sich den mobilen Gegebenheiten am besten an. Hier ein Beispiel für eine mobile Website.
Die heute standardconforme Möglichkeit der Codierung mobiler E-Mails ist das Mobile Profile von XHTML (XHTML/MB). Als Teilmenge von XHTML bietet es eine vielseitige und effiziente Möglichkeit, für unterschiedliche mobile Endgeräte zu programmieren. Inhalte, die mit dieser Sprache geschrieben werden, lassen sich auch auf stationären Computern anzeigen. Das W3C hat 2006 dazu die “Mobile Best Practices” als Leitfanden für die Gestaltung mobiler Internet-Seiten eingeführt, die selbstverständlich auch für XHTML/MB-basierte Newsletter gilt, ohne dass das W3C darauf explizit eingegangen ist.
Die Artegic AG (www.artegic.de) hat eine umfangreiche Analyse der Endgeräte zum Empfang mobiler E-Mails vorgelegt. Die Studie legt den Schluss nahe, dass bisher nur wenige Endgeräte in der Lage sind, XHTML-Mails korrekt und nutzerfreundlich darzustellen. Daraus folgt für das Newsletterdesign zwingend: Mobile E-Mails sollten als Multipart/Alternative verschickt werden, d.h. der Mail-Client bekommt in einer E-Mail sowohl die HTML- als auch die Nur-Text-Version geliefert.
Neues kommt – E-Mail bleibt
Es gibt nichts, das öfter totgesagt wurde als E-Mail. Und doch hat das Informationsmedium so einige anderen Innovationen überlebt. Dies belegt eine Studie von ContactLab. Fast 70% aller Deutschen haben eine E-Mail-Adresse, davon rufen etwa die Hälfte ihre E-Mails täglich ab. Annähernd 90% der Internetnutzer senden oder empfangen E-Mails. E-Mail ist damit es eines der mächtigsten Online-Marketinginstrumente, es ist einfach, günstig und schnell.
44 Millionen Onlinenutzer ab 18 Jahren, die mindestens einmal pro Woche im Web unterwegs sind, haben zusammen 99 Millionen elektronische Postfächer angelegt. Diese empfangen durchschnittlich pro Tag 28 E-Mails; insgesamt werden auf diesem Weg in Deutschland Tag für Tag 1,22 Milliarden Nachrichten zugestellt. Dies zeigt die erste deutsche Ausgabe des E-Mail-Marketing Consumer Reports 2009 -einer europäischen Vergleichsstudie von ContactLab (www.de.contactlab.com)
Nach dieser Studie nutzt mehr als die Hälfte der Internetnutzer regelmäßig zwischen 2 und 3 Mailboxen. Ein Drittel der Befragten gab an nur eine Mailbox zu nutzen, wobei die Mehzahl der Nutzer (65%) die verschiedenen Mailboxen für unterschiedliche Zwecke nutzen. Von denjenigen, die angeben, mehr als ein Postfach zu unterhalten, nutzen fast die Hälfte Web.de und mehr als 40% einen Accountvon GMX. An dritter Stelle stehen Firmenzugänge.
Interessant ist, dass 13,5% der Interviewten – die einer Gesamtheit von 6 Millionen Personen entsprechen – angeben, mindestens ein mobiles Gerät (smartphone, BlackBerry, iPhone, etc…) zu verwenden um das eigene Postfach zu nutzen. Das zeigt, dass es immer wichtiger wird, E-Mails und Newsletter für die mobile Nutzung aufzubereiten.
Herausragend ist allerdings der Anteil derjenigen, die einen Desktop-Computer besitzen (78%). Sehr hoch ist auch der Prozentsatz der Laptop-Nutzer (60%), wenn man in dieser Kategorie den Anteil von Netbooks, die in Deutschland bei 7% der Internetnutzer verbreitet sind, mit berücksichtigt.





