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Es wird viel geredet, aber wenig getan: Social Media in deutschen Unternehmen.

Success plan
Deutsche Unternehmen setzen vorwiegend auf Marketing-Strategien von gestern. Nach einer Studie von Absolit (Kurzfassung hier) kommen bei 90% der Unternehmen Such­ma­sch­inen­opt­imie­rung (SEO), E-Mail-Marketing, Verbes­serung der Usa­bility und Tracking­ve­rfahren zum Ein­satz, während nur knapp die Hälfte auf Social Media setzt. Die Studie zeigt: Es wird viel über Social Media geredet, aber trotz der nie­drigen Ein­stiegs­hürden wenig getan.

Es herrscht Nachholbedarf

Ein Viertel der in der Studie befragten Unternehmen plant immerhin, Social Media im laufenden Jahr einzusetzen. Auch beim Monitoring herrscht Nacholbedarf. Nur etwa 40 Prozent verfolgen die Kommentare über ihr Unternehmen, wissen also, was ihre Kunden denken und in den sozialen Netzwerken über sie veröffentlicht wird. Interessant ist, dass gerade die kleineren Unternehmen im Social Web aktiver sind als die großen Unternehmen, die zusätzlich auch den größten Nachholbedarf im Monitoring haben.

Thorsten Schwarz von Absolit stellt einem Teil der Unternehmen ein denkbar schlechtes Zeugnis aus: »Jedes zehnte Unternehmen ist im Social Web aktiv, ohne zu wissen, worum es dabei geht. Dieser blinde Aktionismus ist wie fahren ohne Führerschein.«

Ihr Einstieg in Social Media Marketing

Social Media Marketing and Training Los Angeles

Social Media war in 2010 eines der Hauptthemen im Marketing. Das Internet geht neue, vielfach noch unbekannte Wege, es etabliert sich mit Social Media Marketing derzeit eine völlig neue Sicht- und Heran­gehens­weise an die Vermarktung von Produkten oder Dienst­leistungen über das Internet. Zwar nutzt eine zunehmende Zahl von Unter­neh­men die Sozialen Medien oder expe­ri­men­tiert mit ihnen, so eine Studie der Harvard Business Review Analytics Services, doch nur wenige wissen wirklich, was dahinter steckt. »Kommunikation mit den Kunden − Ja natürlich, aber es darf nur das kommuniziert werden, das wir vorgeben«, ist eine in Unternehmen noch immer weit verbreitete Haltung.

Der Kern von Social Media Marketing

Es ist nicht schwierig in das unbekannte Terrain vorzustoßen. Man muss zunächst nur das Verständnis von Social Media Marketing verinnerlichen, den Unterschied zum traditionellen Marketing erkennen.

»Gib die Kontrolle auf und lass Dein Ego beiseite«, schreibt Liana Evans in ihrem Buch ‘Social Media Marketing: Strategien für den Einstieg in Facebook, Twitter & andere Soziale Medien’. Im Vergleich zu herkömmlichen Marketing sei

Social Media ist ein völlig anderes Ballspiel. Die Menschen in diesen Social Media Communities sprechen über Sie, wann immer sie wollen, wie immer sie wollen, und mit wem sie wollen. Das Gespräch wird geführt, mit oder ohne euch!

Wäre es da nicht besser, sich aktiv am Gespräch zu beteiligen oder kann Ihr Unternehmen es sich leisten, nicht daran teilzunehmen? weiterlesen »

Nutella: Vom Frühstückstisch in die Unglaubwürdigkeit.

‘Vom Frühstückstisch ins Internet: Nutella mit TLGG jetzt auch im Social Web’ war eine Meldung auf marketing-börse.de getitelt. Und was findet man auf der “Fanpage”? Statusmeldungen, bei denen man sich unwillkürlich fragt, ob diese am Ende nur gesteuerte Werbung sind.


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Lust auf Service: Das Service-Kamasutra

Bernd ReutemannIch habe in der März-Ausgabe des Marketing-Fachmagazins ‘Aquisa’ ein interessantes Interview mit Bernd Reutemann gefunden und ihn gebeten, auch mir einige Fragen zu beantworten.

Bernd Reutemann ist Eigentümer der Fa. Mindness®Consult und Geschäftsführender Gesellschafter des Mindness®Hotel Bischofschloss, zugleich aktiver Hotelier mit dem weltweit ersten Mindness®Hotel, Berater im Bereich Servicedesign und Innovationsmanagement und Mitentwickler im Projekt „Servicequalität Deutschland“.

 

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Twittern oder nicht

OptimusPrimus.de stellt in einem lesenswerten Beitrag die Frage: Twittern oder nicht?

Unter dem Gesichtspunkt ‘Kundengewinnung’ ist die Frage heute nicht eindeutig zu beantworten. Glaubt man – und das ist wirklich eine Glaubensfrage, da es keine gesicherten Zahlen gibt – diversen Studien, so werden heute nur etwa 1% umsatzrelevanter Kundenkontakte durch ‘Social Media Marketing’ (was immer das heißt) über Twitter generiert, während weitaus höhere Quoten über Facebook u.a. erreicht werden. Vergleicht man den zeitlichen Aufwand, den ein gepflegter Twitter-Account erfordert, mit anderen Kanälen, gibt es nur den Schluss: Abwarten, beobachten und bereit sein.

Umsetzung ganzheitlichen Marketings

Viele Menschen verbinden mit dem Begriff “Marketing” häufig nur Werbung, wie zum Beispiel Print- oder Fernsehwerbung. Marketing umfasst ein deutlich größeres Themengebiet. Marketing kann sich heute nicht mehr nur auf den jeweiligen Absatzmarkt konzentrieren, sondern muss ganzheitlich gesehen werden.

Unter ganzheitliches Marketing ist in diesem Fall zu verstehen, dass nicht nur vereinzelte Abteilungen eines Unternehmens, die für Verkauf oder Werbemaßnahmen zuständig sind, berücksichtigt werden, sondern alle Bereiche und Felder eines Unternehmens – und sogar darüber hinaus. Folglich beinhaltet diese Sichtweise neben Kunden auch Mitbewerber, Märkte, Zulieferer und auch die Öffentlichkeit. Dazu gehört die Beziehung des Unternehmens zu den Kunden, berücksichtigt aber auch Mitbewerber, Märkte, Zulieferer und zu seiner Umwelt (Stichwort Unternehmensphilosophie).

Der Ansatz des ganztheitlichen Marketings wird in deutschen Unternehmenskulturen nur bedingt gelebt. Diese Art des Marketings widmet sich dem Auf- und Ausbau langfristiger Kundenbeziehungen und wird auch als Beziehungs Marketing oder Relationship Marketing bezeichnet.

Kundenbeziehungen unterliegen komplexen Einflüssen und können am vollständigsten in einem ganzheitlich ausgerichteten Marketing­system gestaltet und erfasst werden. Diese ganzheitliche Heran­gehensweise verbindet einen qualitativen und quantitativen Bereich.

Der qualitative Bereich umfasst alle strategischen Vorarbeiten und Maß­nahmen zur Beziehungs­förderung, die mit­telbar bilan­ziert wer­den können. Der quanti­tative Bereich umfasst die betriebs­wirt­schaft­lichen In­stru­men­tarien mit un­mit­tel­barer Mess­barkeit. Quali­ta­tiver und quantitativer Bereich werden ganzheitlich geplant, das heißt, das Relationship Marketing wird langfristig inhaltlich aus­gerich­tet und ist somit nicht von kurzfristigen Taktiken bestimmt.

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