Suchmaschinenmarketing durch Suchwortanzeigen
Unter Suchwortanzeigen beziehungsweise Keyword-Advertising versteht man die Platzierung von bezahlten Anzeigen, die auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen (SERP) im Kontext zu vorher festlelegten Suchbegriffen eingeblendet werden. Der bekannteste und erfolgreichste Ansatz für diese Art von Suchmaschinenmarketing (SEM) sind über Google AdWords platzierte Anzeigen.
Bei Suchwortanzeigen über Google AdWords gilt es einiges zu beachten. Im Grunde ist diese Art von Werbung nicht allzu kostspielig, da Sie nur dann zahlen, wenn ein Nutzer auf Ihre Anzeige klickt, nicht für die Anzeigenschaltung. Aber die Kosten per Klick (CPC) sind stark abhängig von den Suchbegriffen, in deren Kontext die Anzeigen eingeblendet werden und von der angestrebten Position innerhalb der Anzeigenleiste.
Bei beliebten Suchworten sind die Top-Position oft sehr teuer. Für den Suchbegriff ‘Rechtschutzversicherung’ betragen die CPC für die Positionen 1 bis 3 etwa 4,50 €. Benutzen Sie die andere Schreibweise ‘Rechtsschutzversicherung’ zahlen Sie für die gleiche Position etwa 30 Eurocent weniger. Ein weniger begehrter Suchbegriff wie z.B. ‘Tischlermeister’ bringt es auf rund 50 Eurocent CPC bei gleicher Positionierung.
Kosten und Nutzen müssen stimmen
Viele Unternehmen wollen aus Imagegründen an den vorderen Positionen der bezahlten Anzeigen gelistet werden. Die Frage der Rentabilität wird dabei oft vernachlässigt. Oft rechnen sich hintere Positionen besser. Bei ‘Rechtschutzversicherung’ betragen die CPC bei Plätzen 4 bis 6 nur etwa 2 €. Auch rechnen sich seltene Suchbegriffe besser. Freuen Sie sich, wenn Sie Suchworte gefunden haben, die Ihre Mitbewerber noch nicht entdeckt haben.
Eine Abschätzung Kosten/Nutzen, d.h. CPC gegen Umsatzsteigerung ist natürlich schwierig. Hier ist eine genaue Beobachtung Ihrer Mitbewerber bei der Festlegung geeigneter Suchbegriffe unumgänglich. Schauen Sie, welche Stichworte Ihre Mitbewerber gebucht haben. Externe Dienstleister können hier weiterhelfen.
Sie haben einen oder mehrere passende Suchbegriffe gefunden? Und das zu vertretbaren Kosten? Gut, damit ist der ein wichtiger, aber eben nur ein Teil der Kampagne angestoßen. Was passiert, wenn der Besucher Ihre Anzeige anklickt? Wo ‘landet’ Ihr potenzieller Kunde dann? Auf der Startseite Ihrer Internetpräsenz? Eine ganz schlechte Lösung!
Erfolg nur bei guter Landung
Potenzielle Kunden, die über eine Anzeige auf eine Website kommen, wollen nicht einfach die Startseite sehen. Sie erwarten ein Angebot, dass ihren Erwartungen, also den eingegebenen Suchbegriffen entspricht. Jeder Besucher, der zwar Ihre Anzeige angeklickt, dann aber die Seite verlassen hat, ist ein Verlust. Bieten Sie den Besuchern eine spezielle, auf den jeweiligen Suchbegriff abgestimmte Seite, eine sogenannte ‘Landingpage’ an. Gestalten Sie die Landingpage so, dass ein Interessent sofort findet, was er erwartet.
Wenn Sie mit anreißerischen Texten die Klickrate Ihrer Anzeigen erhöhen, dann aber nicht das anbieten, was sich ein Besucher verspricht, ist er wieder weg. Es gibt viele Meinungen (und viele Mythen), wie gute Landing-Pages funktionieren sollen. Die Optimierung der ‘Landingpage’ ist eines der wichtigsten Themen bei der Planung und Durchführung einer Keyword-Advertising-Kampagne und spielen nach einer vom BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft Deutschland e.V.) veröffentlichte Umfrage die wichtigste Rolle beim Vertrieb über das Internet.
Ein wichtiges Element einer optimierten ‘Landingpage’ ist vor allem, dass der Schlüsselbegriff auf dieser Seite sofort wiedergefunden und damit das Versprechen der Anzeige direkt eingelöst wird. Außerdem muss dem Besucher klar sein, was er jetzt tun muss (oder sollte).
Social Media und lokales Suchmaschinenmarketing
Die Algorithmen der Lokalen Suche bei allen großen Suchmaschinen sind inzwischen ausgefeilt, wenn nicht sogar ausgereizt. Die Nutzer der Suchmaschinen haben die Vorteile dieser Art der Suche erkannt und adaptiert. Wenn es so gut funktioniert, wie es den Anschein hat, haben die Suchmaschinen kaum ein Interesse daran, diese Art der Suche zu verfeinern.
Es ist nun nicht so, dass lokal agierende Unternehmen und Dienstleister die Nutzung dieser Möglichkeiten (Google Branchencenter) vernachlässigen sollten. Das Gegenteil weiterlesen »
Suchmaschinen-Fakten 2009
- Google hat in Deutschland einen Marktanteil von rund 90%.
- Suchmaschinenoptimierung ist die schnellstwachsende Form des digitalen Marketings.
- 87% der Suchergebnisse kommen von organischen Suchmaschinen kommen von organischen Suchergebnissen, nicht von bezahlten Anzeigen.
- 85% der Kunden starten Ihre Online-Suche nach Produkten, Diensten oder Informationen bei einer Suchmaschine.
- Die meisten User sehen sich höchsten die ersten 30 Suchergebnisse an.
- Immer neue Inhalte sind das beste und probateste Mittel um die Frequenz der Indizierung und Neubewertung zu erhöhen.
- Suchbegriffe in Domain-Namen verbessern das Ranking deutlich.
- Der head-Tag “META-Keywords” ist der schlechteste und unwichtigste Ort um Suchbegriffe zu platzieren.
- Seit 2007 erkennt und akzeptiert Google auch Unterstriche als Wort-Trennzeichen.
- Ein höherer Pagerank bedeutet nicht zwangsläufig, dass man höher rankt als andere Seiten mit niedrigeren Pageranks.
- Aber die Top 1000 unter den deutschen Seiten weisen eine durchschnittlichen Pagerank von 6 auf. Das beantwortet aber natürlich nicht die Frage, ob diese Domains jetzt besonders gut ranken, weil sie einen so hohen PR haben oder ob sie so einen hohen PR haben weil sie gut z.B. besonders alt sind, viele/starke Links einsammeln konnten oder andere Kriterien erfüllen. Quelle: suchmaschinenoptimierung.de
- Die Keyworddichte ist ein Rankingfaktor. Mehr ist hier gleich besser, ein Limit nach oben scheint es in (sinnvollen) Grenzen nicht zu geben.
- Mit zunehmender Keyworddichte besteht eine deutlich erhöhte die Gefahr, dass die Seite deswegen in einen Filter gerät und nach hinten durchgereicht wird – eine Keyworddichte zwischen 1,0% und 4,0% liegt innerhalb der sicheren Parameter
- Nach doch einiger Auswertungszeit hat SEOmoz die Search Engine Ranking Factors 2009 veröffentlicht. Danach spiele externe Links offensichtlich die größte Rolle.





